In der Ferne

Ein halbes Jahr in Indien. Hier schreiben wir unsere Erlebnisse nieder. Fuer Euch umsonst, natuerlich.

Montag, Januar 16, 2006

End of the Road


Nach sechs Monaten, 13 Staedten, ca. 120 Stunden in Bus und Bahn, 78 000 Mueckenstichen und jeder Menge interessanter Bekanntschaften endet heute auch fuer mich das Indien-Abenteuer.

Ob auf den mal regenueberfluteten, mal heimeligen Strassen Manipal, in daemmrigen Bars und Diskotheken, den mal mehr, mal weniger heiligen Boeden diverser Ashrams, den vor Getuemmel und Abgasen strotzenden Main-Roads indischer Grossstaedte, in unzaehligen Tempeln, Forts und Hoehlen, auf den Planken eines Hausbootes im idyllischen Kerala oder, oder, oder... fast immer habe ich die Zeit hier genossen - und dabei auch einige Freunde hier gewonnen. (auch wenn einige von ihnen mir manchmal nach einem gemeinsamen Foto nur schnell die Hand geben und weiterziehen wollten;). Indien hat sich fuer mich als ein Land, na klar, mit vielen Gegensaetzen, tiefer Relioegisitaet, manchmal hektischem, manchmal herzlichen Gemeinwesen und diversifizierter landschaftlicher und kultureller Vielfalt praesentiert, dessen Schattenseiten zwar offenbar, aber keinesfalls dominierend sind. Es ist weder wie ein Bollywood-Film, noch wie ein scharfes Curry-Gericht: Es ist tatsaechlich das, was man draus macht.

Ich fuer meinen Teil nehme ein ganzes Kaleidoskop schillernder Erinnerungen mit und hoffe, all diejenigen, die von Zeit zu Zeit auf diesem Blog vorbei geschaut haben, haben einen kleinen Einblick (nicht zuletzt dank Hennings hervorragender Fotos!) und viel Appetit bekommen, eines Tages selbst in die Riksha zu steigen, gelassen ueber einen Fahrtpreis zu verhandeln und anschliessend zuzusehen, mit welcher Gottesgewissheit noch der engste Verkehr und die heiligste Kuh umkurvt werden kann.

Ich jedenfalls komme wieder!

Robin