In der Ferne

Ein halbes Jahr in Indien. Hier schreiben wir unsere Erlebnisse nieder. Fuer Euch umsonst, natuerlich.

Donnerstag, August 11, 2005

Hundeelend


In letzter Zeit sind die Naechte im Hotel unruhig geworden. Der Grund: Irgendwann zwischen Mitternacht und Morgengrauen, meist erst gegen halb drei, ertoent direkt vor unserer Royal Lodge ein vielstimmiges Heulen und Jaulen, das sich zu einem unertraeglichen Tremolo aufschwingt. So unheimlich klingt das Klagelied der Strassenkoeter, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, welchem Horror die tagsueber so ausgeglichenen Hunde in den dunklen Stunden ausgesetzt sind. Fuehlen sich die Viecher hundeelend, weil sie des naechtens allein durch die Strassen stromern muessen, fehlt Ihnen die ganedige Hand, die sei fuettert? Treibt ein Hundefaenger hier sein Unwesen?Egal, was es ist, als ich folgende Meldung las, fuehlte ich Mitleid mit den geschundenen Kreaturen, die vielleicht einfach nur um ihre Verwandten trauern.
Mitleid, das mich nicht viel kostet. Oropax sei dank.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,369236,00.html